Dry Needling

Dry Needling ist eine wirksame Alternative zur manuellen Therapie. Beim Dry Needling wird mit sterilen Akupunkturnadeln unter hygienischen Bedingungen in die Triggerpunkte gestochen, welche  Beschwerden verursachen. Dadurch werden die Muskel-Verkrampfungen gelöst, die lokale Durchblutungssituation verbessert und die lokalen Entzündungsreaktionen gesenkt.

Warum Dry Needling?

Verschiedene Studien haben bewiesen, dass es nicht nötig ist, Substanzen in einen Triggerpunkt hineinzuspritzen, damit er abheilt, sondern dass es der präzis geführte Stich an sich ist. Deshalb hat sich der Begriff des «trockenen Nadelns» ergeben. Dieses wird bei der Behandlung von akuten oder chronischen Schmerzsyndromen, in der Sportphysiotherapie, der orthopädischen Rehabilitation und anderen Gebieten angewendet. Obwohl dabei die Triggerpunkte mit dünnen Einwegakupunkturnadeln behandelt werden, hat diese Technik nichts mit Akupunktur zu tun.

Wann wird Dry Needling angewandt?

Dry Needling wird zur Behandlung von myofaszialen (den Muskel (myo-) und die Muskelhülle (Faszie) betreffend) Triggerpunkten angewendet. Diese können die Ursache für Schmerzen sein – man spricht von einem so genannten Myofaszialen Schmerzsyndrom, welches sich über mehrere Körperregionen ausbreiten kann. Neben Schmerzen sind Triggerpunkte auch für Dysfunktionen am Bewegungsapparat (z. B. Kraftverlust, Einschränkung der Beweglichkeit von Gelenken, etc.) verantwortlich.

Was sollten Sie nach einer Behandlung tun?

Nach einer Dry Needling Behandlung empfehlen wir Ihnen in den nächsten Tagen die behandelten Muskeln jeweils zwei bis drei mal am Tag während mindestens 30 Sekunden zu dehnen. Versuchen Sie Aktivitäten, welche Ihren Schmerz verstärken (Arbeiten im Haushalt, langes Sitzen, etc.) möglichst zu vermeiden. Wir empfehlen Ihnen auch sich regelmässig zu bewegen – am besten täglich. Auch Sport ist sinnvoll, sofern die Schmerzen dadurch nicht verstärkt werden.


Mögliche Reaktionen


Direkt nach dem Dry Needling lässt sich meist eine deutliche Senkung des Muskeltonus (Spannung des Muskels) beobachten. Er fühlt sich oft sehr weich und entspannt an. Typisch ist auch ein Druckgefühl im Bereich des Behandlungsgebietes. Ihr bekannter Schmerz lässt meistens nach. In den folgenden Stunden oder 1-2 Tagen kann es zu einer Reaktion auf die gesetzten Reize durch die Nadelung kommen. Um die Einstichstellen kann es zu blauen Flecken (Hämatomen) oder zu leichten Schwellungen kommen. Zudem kann ein neuer, zum Teil starker Schmerz – ähnlich einem starken Muskelkater – auftreten. Diese Reaktionen sind normal und unterstützen den Heilungsprozess. Sie klingen meist nach 2-5 Tagen wieder ab. Manchmal kommt es während bzw. nach der Behandlung auch zu vegetativen Reaktionen wie verstärktes Schwitzen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel. Auch diese Reaktionen lassen sehr schnell nach.

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